Celeste Sirene
Captain Tobias Hume
Ein Leben zwischen Krieg und Frieden
»…mein einzig weichlicher Teil ist die Musik«, schrieb der englische Soldat Tobias Hume. Die Celeste Sirene widmen ihren Abend diesem bedeutenden Komponisten und großen Exzentriker. Und seinem Gegenpart – dem Gambenpapst John Dowland.
Zwei Lautenisten gründen ein Ensemble für historische Aufführungspraxis. 1997 eigentlich keine Überraschung. Aber Niels Badenhop und Daniel Kurz machen ihr Ensemble »Celeste Sirene« zu einem barocken Gesamtkunstwerk. Die Idee: Aufführungspraxis ist nicht nur Instrument, Spielweise und Gesangsstil, sondern auch Gestik, Kostüm und Ambiente. Das war neu und ist bis heute überzeugend.
So überzeugend, dass die »himmlischen Sirenen« ein Jahr nach ihrer Gründung den Alte-Musik-Wettbewerb des Musikinstrumentenmuseums Berlin gewannen. Und die Idee ist so haltbar, dass sich der Erfolg im Jahr 2001 wiederholen ließ. Die Dreifachbegabung des Lautenisten Badenhop als Sänger und Kostümbildner führte zu Opernproduktionen, vor allem an historischen Stätten wie der barocken Galerie Herrenhausen oder dem Gothaer Ekhof-Theater.

