La Musique des Gardiens de la Paix Parisiens
Leitung: Philippe Ferro
St.-Johannis-Kantorei Lüneburg, Einstudierung: Joachim Vogelsänger;
Marienkantorei, Einstudierung: Wiltrud Fuchs
Funèbre et triomphale
Berlioz, Tomasi u. a.
Am 29. Juli 1830 nahm Berlioz eine Pistole und ging mit dem Volk auf die Straße – am letzten der Tage, die als »Les Troix Glorieuses« Geschichte machten. Die Revolution fiel aus, aber sie forderte Opfer. Ihnen widmete Berlioz eine monumentale Symphonie.
Die Musiker haben das Konservatorium absolviert und die Ausbildung zum Schutzpolizisten. Derart gerüstet geht es zu bei den Gardiens de la Paix. Seine Wurzeln hat das Orchester in der Revolution von 1789. Das Napoleonische Gesetz sah vor, dass bei »Veranstaltungen, die den Waffengebrauch ratsam werden lassen«, ein Trommler einen Ordonanztrommelschlag zu spielen hatte, bevor der Polizeirat die vorschriftsmäßigen Warnrufe vornahm.
Später entwickelte sich daraus in Frankreich eine Blasorchester-Kultur, die von Komponisten wie Berlioz, Taffanel, Tomasi, Gossec oder Catel bis ins 20. Jahrhundert begleitet wurde. Mit Philippe Ferro leitet ein ausgezeichneter Flötist und Dirigent das Orchester. Und mit den Chören von St. Johannis und St. Marien stehen zwei der besten niedersächsischen Kantoreien zum Symphonie-Finale »Gloire!« bereit.

