Hyperion Ensemble
Trauer und Verlust werden hörbar in Gesualdos Responsorien, Schulhoffs Streichsextett (seiner Abrechnung mit dem 1. Weltkrieg) und Strauss‘ Metamorphosen, einem ergreifenden Nachruf auf das alte Europa im Angesicht der Zerstörung Dresdens.
Das Streichsextett ist eine romantische »Erfindung«. Brahms, Dvorak, Tschaikowsky und viele ihrer Zeitgenossen schrieben für die Besetzung, die nicht nur mehr Masse als das Streichquartett hat, sondern auch neue Klangmöglichkeiten bietet. Die Kombination mit Hyperion ist doppelt romantisch: Namensgeber des Ensembles ist Hauptfigur und Titel des Briefromans von Friedrich Hölderlin.
Die Verbindung zur Romantik und auch zu den Ausdruckstiefen eines Hölderlin sind für die Salzburger Musiker Programm. Sie bieten mit außergewöhnlichen Werkkombinationen neue Wege zur Musik und erreichen mit ihrem ernsthaften künstlerischen Ansatz ein großes Publikum: Auftritte im Wiener Konzerthaus, im Salzburger Mozarteum und im Bonner Beethoven-Haus, Tourneen durch Europa, Japan, Nord- und Südamerika.

