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Junge Geigenstars nach Hannover eingeladen

Die Stiftung Niedersachsen stellte heute im Theatermuseum Hannover Programm und Personal des Internationalen Violin-Wettbewerb Hannover 2000 vor, der im November nächsten Jahres stattfindet. Junge Violinistinnen und Violinisten sind weltweit aufgerufen, sich um eine Einladung nach Hannover zu bewerben. Bereits zum vierten Mal richtet die Stiftung Niedersachsen zusammen mit ihren Partnern — der Hochschule für Musik und Theater, dem Norddeutschen Rundfunk und dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover — den Violin-Wettbewerb aus. Er ist dem Künstler Joseph Joachim gewidmet und gehört weltweit zu den größten seiner Art.

»Mit dem Violin-Wettbewerb verfolgt die Stiftung Niedersachsen zwei Ziele«, erklärte Dr. Dominik von König, Generalsekretär der Stiftung. »Zum einen wollen wir junge Spitzenmusiker fördern, und zwar auch durch Betreuung und Unterstützung, die zeitlich über den Wettbewerb hinausgehen. Zum anderen ist es unser Anliegen, jungen Virtuosen und ihrem Publikum aus der ganzen Welt zu zeigen, dass Hannover einen hervorragenden Rahmen für musikalische Glanzleistungen bietet.«

Der Wettbewerb zeichnet sich durch die Nachhaltigkeit seiner Förderung aus: Neben Stipendien und Geldpreisen für die sechs Preisträger und sechs Stipendiaten, erhält der erste Preisträger eine zweijährige Betreuung durch die Konzertdirektion Hans Ulrich Schmid, eine CD-Einspielung mit NAXOS und die Vermittlung von Debüt-Konzerten.

Zum Profil des Wettbewerbs äußerte sich der künstlerische Leiter, Professor Krzysztof Wegrzyn: »Unsere Suche gilt — ganz im Sinne Joseph Joachims — der umfassenden Künstlerpersönlichkeit. Daher spielen alle 40 Teilnehmer in der Vorrunde zweimal, an zwei verschiedenen Tagen, bevor die Jury ein Urteil über ihr Können fällt. Das ist im Wettbewerbsgeschehen einmalig, und es ist auch aufwendig. Aber es ist richtig.« Die jungen Musiker tragen in dieser Vorrunde eine Bandbreite der Violinliteratur vor, die von Bach über Beethoven und Paganini bis hin zu Werken ihrer eigenen Wahl reicht.

Wegrzyn stellte die internationale, hochrangig besetzte Jury vor, die maßgeblich zur Qualität und somit zum weltweiten Renommee des Wettbewerbs beiträgt. Im November 2000 werden Pädagogen und Virtuosen aus acht Ländern nach Hannover reisen, um die jungen Geigerinnen und Geiger zu hören und zu bewerten. »Dieser Wettbewerb umfasst vieles, was in der Musikförderung sinnvoll ist«, betonte Linda Anne Engelhardt, Leiterin des Violin-Wettbewerbs in der Stiftung Niedersachsen. »Netzwerke wachsen, Kontakte werden geknüpft, das Publikum lernt die Musik und die Musiker intensiv kennen. Die Teilnehmer sind im Verhältnis untereinander gleichzeitig Konkurrenten und Kollegen — in Hannover machen sie wertvolle Erfahrungen im Umgang mit beiden Aspekten.«

Der Geiger, Komponist und Pädagoge Joseph Joachim (1831-1907), dem der Wettbewerb gewidmet ist, lebte von 1853 bis 1868 in Hannover. Hier war er Kapellmeister und Solist des Königs Georg V. Joseph Joachim verkörperte wie kein zweiter seiner Zeit den begnadeten Interpreten im Dienste der Musik.

Der vierte Internationale Violin-Wettbewerb wird vom 5. bis zum 18. November 2000 in Hannover stattfinden. Bewerbungsunterlagen können bei der Stiftung Niedersachsen, Ferdinandstraße 4, 30175 Hannover oder per E-Mail unter [email protected] angefordert werden. Alle Informationen sind auch im Internet unter www.violin-wettbewerb.de abrufbar.

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