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Heute, in Zeiten unvermuteter globaler Krisen, die physische Distanz zwischen den Menschen und ihre Solidarität zugleich erfordern, die alle Kommunikationskanäle verändern und die Menschheit in tiefer Unsicherheit vereinen, scheint die Aufmerksamkeit für gelebte Rituale, für Form, Stil und Spiel ganz besonders aktuell.</p>\n<p>In der musikalisch-literarischen Veranstaltung „Vom Umgang mit Menschen“, einer Kooperation zwischen dem Literaturfest Niedersachsen und den Niedersächsischen Musiktagen, kommt es zum Vis-à-vis zwischen dem Nachdenken über Wesen und Sinn klassischer Benimmregeln einerseits und einer Musik, die die reiche Tradition formalisierter Genres aufgreift. Das Klavierrezital mit Claire Huangci schlägt einen Bogen von den stilisierten aristokratischen Tanzformen des Barock über die elegantesten Charakterstücke des 19. 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Von einem unbändigen\nForschergeist beseelt beweist sie ihre Wandlungsfähigkeit mit einem\nungewöhnlich breiten Repertoire von Bach und Scarlatti über die deutsche und\nrussische Romantik bis hin zu Bernstein, Gulda oder Corigliano. <p>In Solorezitalen und als\nPartnerin internationaler Orchester konzertierte Claire Huangci bereits in\nbedeutenden Konzertsälen wie der Carnegie Hall New York, der Suntory Hall\nTokyo, dem NCPA Beijing, der Philharmonie de Paris, dem Gasteig München, dem\nGewandhaus Leipzig, der Elbphilharmonie Hamburg und der Franz Liszt Akademie\nBudapest sowie auf renommierten Festivals wie dem Lucerne Festival, dem Verbier\nFestival, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival\noder dem Klavierfestival Ruhr. Orchester wie das Mozarteumorchester Salzburg,\ndas Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, das Tonhalle-Orchester Zürich, das ORF\nRadio-Symphonieorchester Wien, das China Phil-harmonic Orchestra und das\nVancouver Symphony Orchestra, sowie Dirigenten wie Sir Roger Norrington, Eva\nOllikainen, Mario Venzago, Cornelius Meister und Elim Chan zählten dabei zu\nihren geschätzten Partnern. <p>Zum Saisonstart 2020/21 beeindruckte Claire Huangci\ndurch ihre packende Interpretation der Lisztschen Transkription von Beethovens\n6. Symphonie, die sie anlässlich des Beethovenjahres vielerorts aufführte,\nunter anderem für das Rheingau Musikfestival in dessen Zusammenarbeit mit der Streamingplattform\nMagentaMusik 360 sowie beim Klavierfestival Ruhr, wo sie das Werk mit der\n7. Symphonie paarte. Nach Auftritten im Klavierduo mit Alexei Volodin an\nder Elbphilharmonie Hamburg, sowie mit ihrem Trio Machiavelli anlässlich dessen\nneuer CD, gehören zu den Highlights im Herbst 2020 ihre Solorezitale im Großen\nSaal der Berliner Philharmonie und der Elbphilharmonie Hamburg. <p>Weitere Engagements führen die Pianistin diese\nSaison in die Schweiz zum Orchestre de Chambre fribourgeois, in die USA zum\nIllinois Symphony Orchestra, zum Lingotto Music Festival Torino in Italien,\nerneut zum Rheingau Musikfestival, ans Teatro Liceo di Salamanca in Spanien\nsowie zur Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken. <p>Gestartet hatte Claire Huangci ihre internationale\nKarriere bereits im Alter von neun Jahren mit Konzertauftritten und\nWettbewerbserfolgen. Wichtige Impulse erhielt sie von ihren Lehrern Eleanor\nSokoloff und Gary Graffman am renommierten Curtis Institute of Music in\nPhiladelphia, bevor sie 2007 zu Arie Vardi nach Hannover wechselte. Besonders\nals ausdrucksstarke Chopin-Interpretin fiel sie zu Beginn ihrer künstlerischen\nLaufbahn auf, nicht zuletzt durch erste Preise bei den Chopin-Wettbewerben in\nDarmstadt und Miami (2009/2010). Zudem gewann sie als jüngste Teilnehmerin den\n2. Preis beim Internationalen ARD Musikwettbewerb 2011. 2018 gewann sie\nden ersten Preis und den Mozartpreis beim renommierten Concours Géza Anda. <p>Nach der Debüt-CD mit Solowerken von Tschaikowsky\nund Prokofjew und einem Doppelalbum mit Scarlatti-Sonaten (Preis der Deutschen\nSchallplattenkritik sowie „Editor’s Choice“ des Magazins Gramophone) erschienen\n2017 Claire Huangcis vielgelobte Einspielung der Nocturnes von Chopin und 2018\ndie kompletten Préludes von Sergej Rachmaninow. Auf Aufnahmen von Beethovens\nViolinkonzert in der Klavierfassung sowie der Fantasie für Klavier und\nOrchester von Schubert/Kabalewski mit dem RSO Wien folgte im Herbst 2019 ihr\nOrchester-Album mit der Deutschen Radiophilharmonie Saarbrücken unter Shiyeon\nSung, eine Einspielung der frühen Klavierkonzerte von Chopin und Paderewski. 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Vom Umgang mit Menschen

Gute Manieren in der Musik und im Leben

Asfa-Wossen Asserate (Lesung), Claire Huangci (Klavier)

Di 21.09.2021
20.00 Uhr

Welfenschloss / Rittersaal
Hann. Münden

€ 18 - 22

Manieren sind nicht nur eine zivilisatorische Errungenschaft hohen Ranges, sie sorgen auch für ein reizvolles Spiel mit den Finessen von Konformität und Abweichung. Unsere Kooperation zwischen Literaturfest und Musiktagen inszeniert das Vis-à-vis zwischen der verbalen Reflexion über klassische Benimmregeln und einer Musik, die das reiche Vokabular zeremonieller und stilisierter Genres aufgreift. Dabei wird erkennbar, wie produktiv und vergnüglich die Auseinandersetzung mit formalisierten Verhaltensweisen sein kann – nicht allein in der Kunst, sondern vor allem auch im praktischen Leben. 

Als Asfa-Wossen Asserates Erfolgsbuch Manieren 2003 herauskam, da vermutete die FAZ, dieser „Band eines Aristokraten mit exotisch anmutendem Namen“ sei womöglich „das Werk mit dem größten demokratischen Reiz“, das die Zeitung jemals vorabgedruckt habe. Der Text erörterte Fragen wie die, ob es erlaubt sei, während eines Besuchs den Fernseher laufen zu lassen, ob ein Einstecktuch denselben Farbton wie der Herrenanzug haben dürfe, oder ob religiöse Fragen beim geselligen Abendessen einen angemessenen Gesprächsgegenstand abgäben. Dabei hatte der äthiopische Prinz, der eine deutsche Erziehung genoss und in den sechziger Jahren nach Frankfurt kam, wo er als Unternehmensberater arbeitete, einen überaus eleganten und kosmopolitischen Blick auf das Thema geworfen. 

Das Klavierrezital der Amerikanerin Claire Huangci, 2018 Gewinnerin des berühmten Concours Géza Anda, schlägt einen Bogen von den aristokratischen Tanzformen des Barocks über die elegantesten Charakterstücke des 19. Jahrhunderts bis hin zu Keith Jarretts Paraphrasen klassischer Jazz-Standards.

In Zusammenarbeit mit: Mündener Kulturring

Veranstaltungsort

Welfenschloss / Rittersaal

Schlossplatz

34346 Hann. Münden

Das Welfenschloss, das als fürstliches Haus eingerichtet war, wurde im Jahr 1501 durch Herzog Erich I. von Lüneburg–Braunschweig als gotischer Bau vollendet und diente fortan als Residenz und Verwaltungssitz. 1560 wurde es durch einen Brand fast vollständig zerstört und durch Herzog Erich II. im Stil der frühen Weserrenaissance wiederaufgebaut. Original erhalten sind zwei Renaissancegemächer mit flächendeckenden Wandmalereien. In dieser Geschlossenheit sind sie einmalig in Deutschland. Rittersaal: Die Besonderheit des sog. „Rittersaals“ liegt darin, dass die Raumbreite von 11 m mit Balken ohne den Einsatz von Stützen überbrückt wird. Ursprünglich war der Saal mit knapp 65 m doppelt so lang und bis auf die mächtigen Eichenbalken zum Dachraum hin offen. Erst beim Umbau zum Kornmagazin im späten 18. Jh. hat man Deckenbretter auf die Balken gelegt.

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