freiheit1. – 30. September 2012
 
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Freiheitsfantasien

 

Hinaus, hinaus - Klavierabend mit Alexander Melnikov. Franz Schubert: Wandererfantasie, Johannes Brahms: Sieben Fantasien, Dmitri Schostakowitsch: Präludien und Fugen.

Es ist der Ausweg der großen Künstler: Wenn sie schon in ihrem eigenen Leben keine Freiheit finden, dann wenigstens in ihrer Musik. So lässt Franz Schubert in seiner »Wanderer-Fantasie« nicht nur die kompositorisch starren Regeln seiner Zeit hinter sich, sondern träumt sich auch auf einen Weg hinaus aus den engen Konventionen der Gesellschaft. Ganz in diesem Sinne interpretiert Alexander Melnikov auch die Sieben Fantasien op. 116 von Johannes Brahms.

Als einer der herausragenden Pianisten seiner Generation, vielfach preisgekrönt und auf den wichtigsten Podien der Welt vertreten, sucht er für die Musiktage nach der Freiheit in der Musik von Schubert, Brahms und – im zweiten Teil des Konzertes – von Schostakowitsch. Dieser setzte sich in seinen Präludien und Fugen 1950 über all das hinweg, was ihm die sowjetische Diktatur an Fesseln auferlegt hatte. So wird dem Hörer klar, dass Musik sich nicht einsperren lässt und Grenzen sprengen kann.