freiheit1. – 30. September 2012
 
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Hörfreiheiten

 

Dunkelkonzert und Hörexperiment: Das Bennewitz Quartett spielt Beethovens letztes Streichquartett.

Man kann nur ahnen, wie es für Beethoven gewesen sein muss, langsam zu ertauben, wie eingesperrt er sich gefühlt haben mag und wie schwierig es für ihn gewesen sein muss, weiterhin seine Meisterwerke zu notieren. Trotzdem sind einige seiner wichtigsten Stücke in den Jahren ab 1824 entstanden – so etwa sein letztes Streichquartett Opus 135.

Dies nehmen die Musiktage gemeinsam mit dem renommierten Bennewitz Quartett zum Anlass für ein ungewöhnliches Experiment: Die vier Musiker spielen Beethovens letztes Streichquartett zweimal in unterschiedlichen Hör-Situationen. Zum einen als Annäherung daran, wie der taube Beethoven sein letztes Streichquartett gehört haben mag. Und zum anderen in einem Konzert im Dunkeln, in dem der Hörsinn alleine wirkt und der Klang ganz für sich stehen kann. Dazwischen diskutieren in einem moderierten Gespräch Hörforscher, Musiker und Musikwissenschaftler über das Hören. Auf diese Weise wird nicht nur große Musik neu erlebbar, sondern auch die eigenen Sinne.

Wir empfehlen mitzubringen: neugierige Ohren und keine Angst im Dunkeln.