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Gymnasialkirche

Zu Beginn des 17. Jahrhunderts erhielten die Jesuiten in Meppen die Verwaltung der Pfarre Meppen mit der Weisung übertragen, sich des Jugendunterrichts anzunehmen. Damit wurde im Jahr 1642 der Grundstein für das heutige Windthorst-Gymnasium gelegt. Als Krönung des Jesuitenkollegs wurde zwischen 1743–1746 die Gymnasialkirche als Schulkirche erbaut. Die aus Ziegeln erbaute Saalkirche mit Dachreiter und tringularem Chor wurde nach Plänen des Paters Superior Karl Immendorf erbaut. Die Kirche ist wegen ihrer kostbaren Ausstattung weit über das Emsland hinaus als Juwel barocker Sakralarchitektur und -kunst berühmt. Die repräsentative Ziegelfassade bildet zusammen mit der Residenz und dem Rathaus einen historischen Höhepunkt in der Innenstadt. Den eigentlichen Ruhm der Kirche bilden ihre strukturierte Decke und spätbarocke Gesamtausstattung. Die Altäre wurden von Johann Christoph Manskirch nach Entwürfen von Johann Conrad Schlaun gearbeitet. Die einheimische Bildschnitzerfamilie Jöllemann schuf u. a. die Orgelempore, die Kanzel sowie das Gnadenbild, eine Nachbildung der Telgter Pietà. Im 19. Jahrhundert gelangten drei große Gemälde des Antwerpener Malers C. de Crayer als Stiftung des Herzogs von Arenberg in die Kirche. Seinen Anteil als Förderer des Kirchenbaus hat schließlich Fürstbischof Clemens August (1700-1761), der Erbauer von Schloß Clemenswerth bei Sögel, deutlich gemacht: Seine Wappen zieren nicht nur den Hauptaltar, sondern auch das zentrale Relief in der Stuckdecke. In unmittelbarer Nähe zur Gymnasialkirche befindet sich auch das 1958 als kombinierte Schulaula und Theater erbaute „Theater im Windthorst-Gymnasium“, wo seit 1959 ein reichhaltiges Konzert- und Theaterangebot für Meppen und Umgebung vorgehalten wird.

Adresse:

Gymnasialstraße 3
49716 Meppen

Telefon: 05931 / 153178

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