»Aufbruch«

2008 stehen die Niedersächsischen Musiktage unter dem Thema »Aufbruch«, seit jeher eine Formel des Zukünftigen. Wer aufbricht, der macht sich auf den Weg zum Morgen und Übermorgen – optimistisch, hoffnungsvoll und manchmal ohne dabei zu wissen, wohin dieser Weg führt.
Viele hochrangige Künstler haben die Einladung zu den 22. Niedersächsischen Musiktagen angenommen, Bratscherin Isabelle van Keulen, der Bariton Dietrich Henschel, der Pianist Andreas Staier, der Cellist Jean Guiyen Queras, das zwischen Tango und Jazz wandelnde Ensemble Quadro nuevo, der Klezmer-Klarinettist Giora Feidman sowie die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen. Ein Musiker wird das Festival besonders intensiv prägen: Jörg Widmann. Der charismatische Klarinettist und Komponist stellt im Rahmen einer »residency« seine ganz persönliche Auswahl von Werken des »Aufbruchs« zusammen.

Die Programme des Festivals unter Leitung von Dr. Markus Fein beleuchten dabei das Thema aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Da geht es in einigen Konzerten um einen geographischen Aufbruch: So folgen die Musiktage den Spuren von Johannes Brahms bei seiner ersten Konzertournee durch die niedersächsischen Orte Winsen, Lüneburg, Celle und Hannover. Das Festival führt auf alte Pilgerwege oder zeichnet die Wege der Auswanderer aus Cuxhaven und Bremerhaven in die Neue Welt nach.
Eine zentrale Rolle spielt daneben auch der geistige Aufbruch zu neuen Ufern: wissenschaftliche Entdeckungen, revolutionäre Gedanken, der Schritt von einer musikalischen Epoche in die nächste.

Zu den Neuerungen, die den Musiktagen von 2008 ein verändertes Gesicht geben, zählen neue Konzertformate. In »Museumskonzerten« geben wir der Begegnung von Musik und Bildender Kunst Raum; in der Reihe »Innen & Außen« widmen wir dem großen Komponisten des Aufbruchs, Ludwig van Beethoven, moderierte Werkstattkonzerte. Für die »Langen Nächte« der Musiktage haben wir vier Themenabende zusammengestellt, die der Festivalüberschrift in einem reizvollen Mix von Wort und Ton, Diskussion und Konzert nachspüren: die Lange Nacht des »Wanderns«, der »Hoffnung«, der »Revolution« und der »Entdeckung«.

http://www.musiktage.de/mt/festival/thema/aufbruch.html

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