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Geiger aus 16 Ländern für Hannover ausgewähltDie Teilnehmerliste für den Internationalen Violin-Wettbewerb Hannover 1997 steht seit heute fest: 46 junge Solistinnen und Solisten aus 16 Ländern werden vom 5. bis zum 18. Oktober in Hannover ihr musikalisches Können unter Beweis stellen. Das Preisgeld von 140.000 DM sowie eine CD-Aufnahme und Debütkonzerte im Preispaket machen den Internationalen Violin-Wettbewerb Hannover zum größten seiner Art. Die Stiftung Niedersachsen als Ausrichterin des Wettbewerbs leistet mit dem Wettbewerb einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Musiktalente. In diesem Jahr lädt die Stiftung zum dritten Mal in die niedersächsische Landeshauptstadt ein. Auf die weltweite Ausschreibung haben über 450 junge Musiker reagiert und die Unterlagen zur Teilnahme angefordert. Damit seien die Erwartungen der Stiftung bei weitem übertroffen worden, so Linda Anne Engelhardt, Leiterin des Wettbewerbs. »So international war das Feld noch nie — 116 Kandidaten aus 27 Staaten kamen in die Auswahlrunde.« Bereits die Vorauswahl-Jury war mit Christian Altenburger (Wien/Hannover), Robert Masters (London) und Kurt Sassmannshaus (Cincinnati/USA) international hochrangig besetzt. Mehrere Tage lang hörten die drei Geiger zusammen mit Krzysztof Wegrzyn, dem künstlerischen Leiter des Wettbewerbs, Tonbänder und studierten Bewerbungsdokumente, bis sie die 46 Endrunden-Teilnehmer ausgewählt hatten. »Aufgrund der Fülle der sehr guten Leistungen fiel es uns nicht leicht, die geforderten Entscheidungen zu treffen«, resümierte die Jury die vergangene Woche. Im Bewerberfeld überwogen die Frauen: 71 Musikerinnen standen 45 männlichen Kollegen gegenüber. Wie auch in den Vorjahren waren Japan, die USA, Deutschland und Rußland die am stärksten vertretenen Nationen. Bei den ausgewählten Musikern ist die jüngste Violinistin gerade 16 Jahre alt geworden, der Senior im Felde ist 28. Insgesamt werden 30 Frauen und 16 Männer nach Hannover kommen. Neu am Wettbewerb 1997 ist die Programmstruktur: Die jungen Künstler können ihr Repertoire zu großen Teilen selbst bestimmen und erhalten so mehr Raum für Individualität. »Unsere Idee, die Teilnehmer stärker zur Gestaltung ihres Programms herauszufordern, soll ihren Gestaltungswillen — und damit die künstlerische Persönlichkeit — deutlicher in den Vordergrund rücken,« so Wegrzyn. Die Stiftung Niedersachsen richtet den Wettbewerb seit 1991 alle drei Jahre aus. Gewidmet ist er dem Geiger Joseph Joachim, der von 1853 bis 1868 Orchesterdirektor am Königlichen Hof in Hannover war. Für die beiden ersten Preisträger der vorangegangen Wettbewerbe — Antje Weithaas und Robert Chen — war der Gewinn gleichbedeutend mit dem Start einer internationalen Karriere. Kooperationspartner des Violin-Wettbewerbs sind die Hochschule für Musik und Theater Hannover, das Niedersächsische Staatstheater und das NDR-Landesfunkhaus Niedersachsen.
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