Septemberwochen

Der Übergang zwischen Spätsommer und Herbstbeginn. Die Wochen, in denen entspanntes Verweilen und neuer Aufbruch sich miteinander verbinden: Der September ist die Zeit der Niedersächsischen Musiktage. Seit 1987 bringt das Festival für das zweitgrößte deutsche Bundesland Konzertveranstaltungen höchsten künstlerischen Niveaus in alle Regionen Niedersachsens. Es schweift weit in den ländlichen Raum aus, macht aber auch in den städtischen Zentren Station. Getragen von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung und den lokalen Sparkassen, verbinden die Niedersächsischen Musiktage ästhetische Weltläufigkeit mit dem Förderprinzip der Kulturstiftung und starker regionaler Anbindung.

Maßgeschneiderte Formate

In inspirierender Umgebung präsentieren die rund vierzig bis fünfzig Konzerte einige der interessantesten internationalen Künstlerinnen und Künstler der Klassischen Musik sowie angrenzender Genres und bieten herausragenden regionalen Initiativen ein Forum. Die zumeist eigens für die Niedersächsischen Musiktage entwickelten Formate orientieren sich jeweils an einem übergeordneten Thema von aktueller Relevanz. Sie sind sorgfältig auf die Besonderheiten der lokalen Verhältnisse abgestimmt. Damit machen die Veranstaltungen nicht nur die Klänge selbst, sondern auch die Begegnung der Besucher untereinander zum Erlebnis – und nicht zuletzt den kulturellen Reichtum des Landes zwischen Nordsee und Harz. Außergewöhnliche Konzertsituationen lassen die Individualität der Künstlerinnen und Künstler ebenso hervortreten wie den Reiz von Räumen und Landschaften.

Fest der Entdeckungen

Entstanden aus dem Fördergedanken der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, sind die Musiktage ein Festival für die Menschen im Land, das die kulturellen Angebote von Städten und Gemeinden mit modellhaften Projekten unterstützt. In enger Zusammenarbeit mit den Sparkassenpartnern in den Regionen und engagierten lokalen Mitveranstaltern entwickelt, laden die Veranstaltungen zu Beginn einer neuen Spielzeit dazu ein, Musik in ihrer ganzen Energie, Frische und emotionalen Tiefe zu erfahren – aus nächster Nähe und fernab von Routinen. Während die Algorithmen des digitalen Alltags die kulturellen Gewohnheiten heute in enge Filterblasen des Vertrauten hüllen, verbinden sich die übers ganze Land verteilten Konzerte zum Fest der Entdeckungen und Überraschungen. Eine zugängliche Präsentation und moderate Eintrittspreise sorgen für die charakteristische Verbindung von Nahbarkeit und hohem Anspruch. Einführungsveranstaltungen und kleine Empfänge laden mit ihrer lockeren Atmosphäre zu zwanglosen Begegnungen zwischen künstlerischen Akteuren, Publikum und lokalen Veranstaltern ein.

Verbindung von Text und Ton

Die gemeinsame Themensetzung der Niedersächsischen Musiktage und des zeitgleich stattfindenden Literaturfests Niedersachsen, das von der VGH Stiftung getragen wird, schafft den Rahmen für spartenübergreifende Vorhaben von hohem Reiz, in denen sich Text und Ton, Diskurs und Klang gegenseitig befruchten. Weiter vertieft wird die Zusammenarbeit zwischen den beiden Festivals in der neuen Open-Air-Reihe „Festivals aufm Platz“. Eine mobile Bühne reist mit einem dramaturgisch ausgefeilten Musik- und Literaturprogramm und besonders charismatischen Performern durch ausgewählte niedersächsische Regionen. Die Mauern und Begrenzungen fallen hier weg: „Festivals aufm Platz“ begegnet den Besucherinnen und Besuchern im nach allen Seiten durchlässigen öffentlichen Raum.