#frauschumann

Lise de la Salle (Klavier), NDR Radiophilharmonie, Mei-Ann Chen (Leitung)
Do 19.09., 20.00 Uhr – 21.45 Uhr
Gut Varrel
Varreler Feld
28816 Stuhr
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€ 25 - 30
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Gemeinde Stuhr

Komponierende Frauen? Bis weit ins 20. Jahrhundert hinein waren sie absolute Ausnahmeerscheinungen. Nur Komponistinnen, die von ihrem Umfeld konsequent gefördert wurden, konnten es überhaupt wagen, ihrer kreativen Leidenschaft nachzugehen. 

Und auch dann gehörte großer Mut dazu, sich dem strengen Urteil der Öffentlichkeit zu stellen. „Wie gern möcht ich komponieren, doch hier kann ich durchaus nicht. Ich tröste mich immer damit, dass ich ja ein Frauenzimmer bin, und die sind nicht zum Komponieren geboren.“ Dies schrieb in jungen Jahren Clara Schumann – nicht nur die überragende Pianistin ihrer Epoche, sondern auch eine der bedeutendsten Komponistinnen, geboren am 13. September 1819. Kein Geringerer als Felix Mendelssohn leitete 1835 die Uraufführung ihres Klavierkonzerts in a-Moll im Leipziger Gewandhaus; die 16-jährige Komponistin selbst spielte den Solopart. Lise de la Salle, die junge Französin, deren glanzvolle internationale Karriere nun schon mehr als anderthalb Jahrzehnte währt, wird begleitet von der amerikanischen Dirigentin  Mei-Ann Chen am Pult der NDR Radiophilharmonie. Eine der faszinierendsten jungen Komponistinnen der unmittelbaren Gegenwart ist die Isländerin Anna Thorvaldsdottir, Jahrgang 1977. Ihre Musik ist hörbar „gegenwärtig“, wirkt aber unmittelbar ansprechend und hat bei popmusikaffinen Hörern ebenso viel Erfolg wie bei Klassikfans. Hauptwerk des Abends ist die zweite Symphonie in C-Dur von Robert Schumann, eine der größten Leistungen der Romantik innerhalb der Gattung und ein besonders strahlendes und erhebendes Werk.

Programminfomation als PDF

Programm

Anna Thorvaldsdottir: Hrim für Ensemble

Clara Schumann: Klavierkonzert Nr. 1 a-Moll op. 7

Robert Schumann: Sinfonie Nr. 2 C-Dur op. 61

Das Gut Varrel ist einer der malerischsten Orte in der Gemeinde Stuhr. In Zusammenarbeit von Gemeinde und Ehrenamtlichen des Fördervereins Gut Varrel konnte es restauriert und mit neuem Leben gefüllt werden. Die malerische Gutsanlage am Ufer der Varreler Bäke ist vermutlich im 14. Jahrhundert entstanden und konnte in ihrer ursprünglichen Bedeutung als landwirtschaftliches Gut erhalten bzw. erweitert werden. Die 1903 errichtete Gutsscheune mit ihrem beeindruckenden Ständerwerk und einer Gesamtfläche von rund 620 qm ist nach der Restaurierung ein beliebter kultureller und sportlicher Treffpunkt für Stuhr geworden.