34. Niedersächsische Musiktage enden mit „High Five Beethoven“ in Hannover

04.10.2021

Mit allen Klavierkonzerten Ludwig van Beethovens endeten am vergangenen Wochenende die 34. Niedersächsischen Musiktage der Niedersächsischen Sparkassenstiftung. Alexander Lonquich leitete die Konzerte mit dem Münchener Kammerorchester vom Klavier aus. Das landesweite Festival begann am 28. August und widmete sich in rund 60 Konzerten dem Thema „Rituale“.

An mehr als 40 Orte im Bundesland brachten die Niedersächsischen Musiktage hochkarätige Ensembles, Künstlerinnen und Künstler. Darunter etwa Roomful of Teeth aus den USA, Collegium Vocale Gent und das Danish String Quartet; außerdem Solistinnen und Solisten wie Arthur und Lucas Jussen, Veronika Eberle, Nils Mönkemeyer, Lena Neudauer und Herbert Schuch. Intendant Anselm Cybinski hat erneut auch junge Musikerinnen und Musiker ins Festivalprogramm aufgenommen, in diesem Jahr das ensemble reflektor und die junge norddeutsche philharmonie sowie das Barockorchester la festa musicale.

Anselm Cybinski, Intendant der Niedersächsischen Musiktage:

„Wie viel Musik den Menschen geben kann, das haben wir in diesem Festival-Jahrgang, dem 34. der Niedersächsischen Musiktage, besonders deutlich erfahren. Auch wenn das Publikum sich nach wie vor zurückhaltend verhält, war die Dankbarkeit bei den Besucherinnen und Besuchern unserer Konzerte größer denn je. Auch unsere Partner, die Sparkassen des Landes, und nicht zuletzt die Künstler und Ensembles haben die außergewöhnlich emotionale Situation stark empfunden und ihrer Freude über das, was nun wieder stattfinden konnte, vielfach Ausdruck verliehen. Dabei erwies sich das Thema „Rituale“ als ebenso facettenreich und inhaltlich tragfähig wie hoch aktuell. Alle Vorhaben, auch die der internationalen Formationen, konnten ohne Zwischenfälle stattfinden – eine organisatorische Leistung unseres Teams, die mich sehr stolz macht. Besonders glücklich bin ich über die künstlerische Intensität der Konzerte, die meine eigenen Erwartungen fast immer übertroffen hat.“

Neue Musikfarben ins Festival brachte der Jazzpianist Florian Weber, der im Auftrag der Niedersächsischen Musiktage das Werk „Imaginarium sacralis“ für Klavier und tiefes Blech schrieb, das in St. Michaelis in Hildesheim zur Uraufführung kam. Weitere Höhepunkte waren das Konzert „Akkorde, die duften“, das Alte Musik und Jazz-Improvisation mit Parfüm kombinierte, die Stimmgewalt der Sängerin Sarah Maria Sun und Band in „Killer Instincts“ oder das Zusammentreffen von Max Mutzke und Marialy Pacheco als Soul-Duett.

Neu war außerdem die Reihe „Festivals aufm Platz“ als fester Bestandteil des Angebots; 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandamie als Kooperation zwischen Niedersächsischen Musiktagen und Literaturfest Niedersachsen aus der Taufe gehoben, wird „Festivals aufm Platz“ auch in Zukunft integraler Bestandteil der beiden Festivals bleiben. Bei freiem Eintritt brachten sie ebenso anspruchsvolle wie unterhaltsame musikalisch-literarische Programme auf öffentliche Plätze.

In Zusammenarbeit mit Musikland Niedersachsen hatten die 34. Niedersächsischen Musiktage auch Konzerte für Babys im Programm.

Die Niedersächsischen Musiktage werden von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Niedersachsen und örtlichen Mitveranstaltern veranstaltet. Der NDR begleitet die Niedersächsischen Musiktage als Medienpartner. NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichteten ausführlich und überregional über die Niedersächsischen Musiktage.

Die 35. Niedersächsischen Musiktage stehen vom 27. August bis 24. September 2022 unter der Überschrift „Nachbarn“.