Niedersächsische Musiktage vom 28. August bis 2. Oktober 2021: Thema „Rituale“

Vorverkauf startet am 15. Juli

12.07.2021

(Sperrfrist: 12.7.2021, 12.00 Uhr)

Nachdem die Niedersächsischen Musiktage im vergangenen Jahr coronabedingt verschoben werden mussten, geht das Festival vom 28. August bis zum 2. Oktober 2021 wieder an den Start – wie gewohnt mit herausragenden Künstlern und außergewöhnlichen Konzertformaten. Um „Rituale“ dreht sich die kommende Festivalsaison, ein Thema, das in dieser krisenträchtigen Zeit neu durchdacht werden musste. In den Festival-Programmen befragen die Niedersächsischen Musiktage zeremonielle Musikformen und schaffen Verbindungen zu Ritualen unterschiedlicher Kulturen und Zeiten.

Bereits beim Eröffnungswochenende im Emsland wird das Thema facettenreich interpretiert: Das künstlerische Spektrum reicht vom Orchesterkonzert mit Serenaden von Mozart und Britten mit dem ensemble reflektor und Tenor Michael Porter über eine Late-Night mit Berliner Schlagern aus der Zeit um 1930 mit Ethel Merhaut hin zu einem Klavierrezital zwischen Beethoven und Jazz mit Pianist Markus Becker. Von Papenburg aus geht es dann nach Meppen und Lingen mit Open Air-Veranstaltungen der Reihe Festivals aufm Platz.

Zu den weiteren Höhepunkten der Niedersächsischen Musiktage gehören die Konzerte mit dem US-amerikanischen Vokalensemble Roomful of Teeth und dem Collegium Vocale Gent – beides in Kooperation mit der chor.com – ebenso wie eine Uraufführung mit dem neuen Werk des Jazzpianisten Florian Weber. Die Brüder Arthur und Lucas Jussen spielen Werke für Klavier zu vier Händen, u.a. die Klavierfassung von Strawinskys „Sacre du Printemps“; das Danish String Quartet schwelgt in Kammermusik von Mozart und Schostakowitsch ebenso wie in nordischer Folklore. Das von der Stiftung Niedersachsen mitgeförderte Projekt Dimensions von Katharina Bäuml und ihrer Capella de la Torre bringt die meditativ-formalisierte Kampfkunst japanischer Karateka mit den strengen Linien der Renaissance-Polyphonie zusammen. Eine Kombination von Klängen und Düften, von Alter Musik und Jazz-Improvisation präsentieren die Musikerinnen und Musikern um Serpent-Virtuose Michel Godard.

Kammermusikalische Kleinode, musiziert von renommierten Künstlerinnen und Künstlern wie Veronika Eberle, Nils Mönkemeyer, Maximilian Hornung und Herbert Schuch treffen im Festivalprogramm auf Soul im Duett mit Max Mutzke und Marialy Pacheco, aufrührerische Stimmgewalt mit der Sängerin Sarah Maria Sun und Band oder swingend-mitreißende Alte Musik mit dem Sheridan Ensemble.

Ritualträchtig wird es auch dann, wenn die Musiktage die Möglichkeit geben, aus dem Vollen zu schöpfen, sich vollständig in einen Werkzyklus zu versenken. So präsentiert das Barockensemble la festa musicale in einer eigens für das Festival realisierten Produktion alle sechs Brandenburgischen Konzerte von J.S. Bach.

Dieses Eintauchen gipfelt in dem Abschluss der Niedersächsischen Musiktage in Hannover, bei dem der Pianist Alexander Lonquich zusammen mit dem Münchener Kammerorchester alle fünf Klavierkonzerte von Ludwig van Beethoven spielen wird – coronabedingt aber, anders als geplant, nicht alle Werke an einem Abend, sondern am Freitag und Samstag des Abschlusswochenendes in insgesamt drei Veranstaltungen zu je zwei Klavierkonzerten.

Das Format Festivals aufm Platz, 2020 unter dem Eindruck der Corona-Pandamie als Kooperation zwischen Niedersächsischen Musiktagen und Literaturfest Niedersachsen aus der Taufe gehoben, wird auch in Zukunft als integraler Bestandteil der beiden Festivals eine Rolle spielen. Mit Zwischenstopps im Emsland und einer Tour durch Südniedersachsen bringen die Festivals aufm Platz ebenso anspruchsvolle wie unterhaltsame musikalisch-literarische Programme auf öffentliche Plätze.

„Für uns als Niedersächsische Sparkassenstiftung ist es wichtig, eine lebendige Kultur in Niedersachsen zu erhalten – dies insbesondere in dieser Krise, in der wir uns ja nach wie vor befinden. Die Niedersächsischen Musiktage leisten gemeinsam mit den Sparkassen vor Ort einen wichtigen Beitrag dazu, lokale Akteure zu vernetzen und die Kultur nachhaltig zu fördern,“ so Thomas Mang, Präsident der Niedersächsischen Sparkassenstiftung.

Festivalintendant Anselm Cybinski blickt ebenfalls hoffnungsvoll auf die bevorstehende Festivalsaison: „Unsere Vorfreude auf das gemeinsame Musikhören ist dieses Jahr natürlich größer denn je. In ganz Niedersachsen sind die wunderbaren Künstlerinnen und Künstler des Festivals zu erleben – in Schlössern und Kirchen, in Fabrikhallen, aber auch mitten ‚aufm Platz‘. Besonders gespannt sind wir auf die eigens für unsere Musiktage entwickelten Projekte, die sich sehr konkret mit unserem Thema ‚Rituale‘ auseinandersetzen.“

Insgesamt umfasst das Festival 2021 knapp 60 Veranstaltungen an über 40 Orten.

Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Niedersachsen und örtlichen Mitveranstaltern. Der NDR begleitet die Niedersächsischen Musiktage als Medienpartner.

Der Vorverkauf startet am 15. Juli 2021.
Karten und Informationen unter www.musiktage.de und 0800 – 456 65 40