Akkorde, die duften

Michel Godard (Serpent, E-Bass), Nataša Mirković (Gesang), Airelle Besson (Trompete), Roberto Ottaviano (Saxofon), Quique Sinesi (Gitarre), Ursula S. Yeo (Parfüm)

30.09.2021, Uelzen

Ein Konzert, das die Sinne anspricht: In dem Programm „Akkorde, die durften“ kombinieren die Niedersächsischen Musiktage Alte Musik und Improvisation mit einem Hauch erlesener Parfüms. Am 30.09.2021 um 19.30 Uhr erfüllen Michel Godard, Jazzmusiker und Serpent-Meister, und sein Ensemble zusammen mit der Parfümkünstlerin Ursula S. Yeo die St. Marienkirche in Uelzen mit Klängen und Düften.

Es ist ein alter Musikertraum: Hören und Riechen, Klänge und Farben, Lauschen und Tasten zur höheren Einheit zu verbinden. So richtig funktioniert hat es selten. Synästhesie, die Kopplung zweier oder mehrerer Sinneswahrnehmungen zu einem übergreifenden Erlebnis, ist eben eine höchst seltene Gabe. Wie sich dergleichen anfühlen könnte, das führen Michel Godard und sein Ensemble zusammen mit der Hamburger Parfümkünstlerin Ursula S. Yeo in ihrem aufregenden Konzertformat vor. Ohnehin bedienen sich Parfümeure und Musiker eines ähnlichen Vokabulars: Beide sprechen sie von Akkorden, Noten und Harmonien, um die Erscheinungen ihrer immateriellen Kunst zu beschreiben. Sobald der Hauch verweht, der Ton verklungen ist, bleibt kaum mehr als eine flüchtige Erinnerung. Hier nun geht beides unmittelbar auseinander hervor. Die Parfümeurin entwickelt zunächst Duftakkorde, deren Kompositionen von der Musik angeregt sind. Einer festen Choreographie folgend, werden diese Düfte während des Konzerts im Raum verteilt.

Die Auswahl der Musikstücke lässt viel Raum für Improvisation, in denen die klingende Aktion auf die Geruchsimpulse reagieren kann. Godard, der geniale französische Jazzmusiker, einer der führenden Meister auf dem Serpent, dem schlangenhaft gekrümmten Vorgängerinstrument der Tuba, hat eine Reihe hervorragender Alte-Musik-Spezialisten um sich geschart. Alte und zeitgenössische Musik, Instrumente des 17. und des 21. Jahrhunderts, kostbare natürliche Düfte aus Vergangenheit und Gegenwart – ein Traum von Zeitlosigkeit.

Der NDR begleitet die Niedersächsischen Musiktage als Medienpartner. NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten ausführlich und überregional über die Niedersächsischen Musiktage.

Konzerttermin:

Do 30.09., 19.30 Uhr, St.-Marien-Kirche, Uelzen

Programm:

Francesco Cavalli: Vivo per te
Michel Godard: Acqua alta
Michel Godard: 1000 anni Dopo
Andrea Falconieri: La suave melodia
Michel Godard: Travelling spices
Michel Godard: Su l’onda d’amore
Girolamo Frescobaldi: Se l’aura spira
Michel Godard: A la folie

Eintrittspreise:

15 - 25 Euro

Karten:

0800/456 65 40
(kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
www.musiktage.de
Beginn VVK: 15.07.2021
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Partner:

Sparkasse Uelzen Lüchow-Dannenberg
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