Gratwanderung hoch 24

Igor Levit (Klavier)
So 22.09., 17.00 Uhr – 20.00 Uhr
Theater am Domhof
Domhof 10/11
49074 Osnabrück
Ihre Anfahrt mit Google Maps
€ 20 - 45
Unsere Partner:
Sparkasse Osnabrück
Theater am Domhof

Der in Hannover aufgewachsene und ausgebildete Pianist ist heute, mit 32 Jahren, längst ein Weltstar. Fürwahr ein mutiger Künstler: Vermeintlich unspielbare Werke ziehen ihn magisch an.

Und auch politisch pflegt Igor Levit couragiert Stellung zu beziehen. Während er sich rüstet, die 32 Beethoven-Sonaten in einigen der bedeutendsten Reihen des internationalen Musiklebens zu präsentieren, hat er sich für Osnabrück die 24 Präludien und Fugen durch alle Tonarten von Dmitri Schostakowitsch vorgenommen. Es handelt sich um einen der fesselndsten Klavierzyklen des 20. Jahrhunderts, geschrieben als Huldigung an Bach zu dessen 200. Todestag im Jahr 1950. Die Musik spiegelt die zwiespältige Situation des mit Staatspreisen dekorierten und zugleich wiederholt öffentlich gerügten Sowjet-Komponisten zwischen schierer Angst und kühnem Aufbegehren gegen den Stalinismus. Der barocken Tradition verpflichtet, bilden die Präludien und Fugen eine Art klingendes Tagebuch, in dem alle Stimmungsnuancen von stiller Poesie über rigide Selbstdisziplin bis hin zu wilder Rebellion erlebbar werden. Die Gesamtdauer von knapp drei Stunden inklusive Pause macht dieDarbietung zu einem unvergesslichen Exerzitium. Die Frankfurter Rundschau schrieb nach einer Aufführung im Sommer 2017: „Als Igor Levit die 24. Fuge beendete, war es eine halbe Stunde vor Mitternacht […] Und nach dieser Fugestanden sie, alle. Sie applaudierten so einer monströsen Leistung eines fundamentalen Pianisten.“

Programminfomation als PDF

Programm

Dimitri Schostakovitch: 24 Präludien und Fugen op. 87

Das Theater Osnabrück hat fünf Sparten und verfügt über zwei Spielstätten. Das künstlerische Spektrum umfasst Musik- und Tanztheater, Schauspiel, Kinder- und Jugendtheater, Musical, Konzerte. Das Theater am Domhof bietet ca. 600 Zuschauern Platz. Es ist ein Jugendstilbau und wurde 1909 eröffnet. Daneben wird im kleinen Haus, dem emma-theater, gespielt. Es befindet sich in der oberen Etage eines Schulgebäudes mit einer Kapazität von ca. 96 Plätzen und wurde 1982 eröffnet. Im emma-theater sind vorwiegend zeitgenössische Autoren, das Kinder- und Jugend- sowie Tanztheater zu erleben.