Marsch im Wandel

Mitglieder der Jungen Norddeutschen Philharmonie und der Tanzakademie am Meer
So 01.09., 13.30 Uhr – 15.30 Uhr
Deutsches Marinemuseum
Südstrand 125
26382 Wilhelmshaven
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€ 7 - 30
Unsere Partner:
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Stiftung Deutsches Marinemuseum

Der Glanz der Blechbläser umgeben von Eisen und Stahl: Zwischen den imposanten Kriegsschiffen auf dem Freigelände des Deutschen Marinemuseums präsentieren die Musiker der jnp und die Tanzakademie am Meer aus Wilhelmshaven ein abwechslungsreiches Wandelkonzert.    

Wilhelmshaven wurde gegründet, um die deutsche Marine zu beherbergen. Die ersten 75 Jahre der Stadt waren überwiegend vom Krieg bestimmt, erst danach stellte sich der – phasenweise prekäre – Friede ein. Am 1. September 2019 überlagern sich die Gedenktage: Zur Erinnerung an den Überfall der Wehrmacht auf Polen, mit dem vor genau achtzig Jahren der Zweite Weltkrieg begann, setzen sich die Bläser der Jungen Norddeutschen Philharmonie und junge Tänzerinnen von Christine Eilks Wilhelmshavener Tanzakademie am Meer in einem Wandelkonzert mit dem militärischen Erbe unserer Geschichte auseinander.

Schauplatz der Darbietungen ist das spektakuläre Freigelände des Deutschen Marinemuseums. Zu den herausragenden Exponaten dieses Areals am Verbindungshafen, in unmittelbarer Nähe von Wilhelmshavens Wahrzeichen, der Kaiser-Wilhelm-Brücke, zählen ein begehbares U-Boot der Klasse 205, das Minenjagdboot „Weilheim“ und der imposante Lenkwaffenzerstörer „Mölders“. Auf und zwischen den Kriegsschiffen spielen die virtuosen Solistinnen und Solisten des Orchesters klassische und zeitgenössische Kompositionen, in denen der traditionelle Appell- und Signalcharakter der Militärmusik auf vielschichtige Weise aufgegriffen wird. Kampfesmut und Zweifel, Entschlossenheit und Widerspruchsgeist treten in einen spannungsvollen Dialog. Als Höhepunkt erklingen Mauricio Kagels gleichermaßen ironische wie packende „Zehn Märsche um den Sieg zu verfehlen".    

Programminfomation als PDF

Das Deutsche Marinemuseum bietet unter dem Motto „Menschen-Zeiten-Schiffe“ spannende Einblicke in 170 Jahre Marinegeschichte. Ein marinebegeisterter Kaiser, riesige Schlachtschiffe, meuternde Matrosen und zwei deutsche Marinen, die es 1990 zu vereinen galt, sind dabei nur ein paar Stichpunkte, deren Hintergründe es in der historischen Dauerausstellung zu entdecken gilt. Viel zu erkunden gibt es auch im Freigelände, wo auch mehrere Museumsschiffe begehbar sind: u.a. das unlängst ausgemusterte und 2016 neu zur Museumsflotte gestoßene Schnellboot S71 ,,Gepard", der Lenkwaffenzerstörer ,,Mölders", das Minenjagdboot ,,Weilheim" und das U-Boot ,,U 10".