Cleopatra – um jeden Preis

Regula Mühlemann (Gesang), Robin Peter Müller (Violine), La Folia Barockorchester
Sa 21.09., 20.00 Uhr – 22.00 Uhr
Alexanderkirche
Herrlichkeit 6
D-27793 Wildeshausen
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€ 10 - 25
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Kulturkreis Wildeshausen e.V. und Alexanderkirche

Cleopatra regierte als letzte Königin das ägyptische Ptolemäerreich und war letzter weiblicher Pharao. Das ist über 2000 Jahre her, doch die Faszination dieser Frau ist ungebrochen. Schriftsteller, Maler, Filmregisseure und Komponisten haben Cleopatra in ihren Künsten verehrt und lebendig gehalten.

Insbesondere Komponisten des Barock von Italien bis nach Norddeutschland haben sich von der dramatischen Figur Cleopatras zwischen Exotik und Erotik inspirieren lassen. In über 80 Opern des 17. und 18. Jahrhunderts wird die Geschichte um sie, Julius Cäser, Marcus Antonius, um Intrigen und Liebschaften erzählt. Was die Musik aber auch zu leisten vermag, das ist die Darstellung der Cleopatra, die hinter der offiziellen Rolle der Königin verborgen ist: eine mutige, starke, aber auch feinsinnig empfindende Frau, die sich über Konventionen und Erwartungen hinwegsetzte.

Im Cleopatra-Projekt, das die schweizerische Sopranistin Regula Mühlemann gemeinsam mit dem La Folia Barockorchester entwickelt hat, erklingen Rezitative und Arien von Vivaldi und Händel, aber auch von weniger bekannten Komponisten, die einst in Venedig oder auch in Hamburg die Szene beherrschten: beispielsweise Antonio Sartorio, Johann Adolf Hasse und Johann Mattheson.

Regula Mühlemann gilt als eine der vielversprechendsten Sopranistinnen der jungen Generation. Das La Folia Barockorchester begeistert seit 2007 die internationale Musikwelt mit seiner mitreißenden Spielfreude auf historischen Instrumenten.

Programminfomation als PDF

Programm

Carl Heinrich Graun: Sinfonia, aus: Cleopatra e Cesare

Carl Heinrich Graun: Tra le porcelle assorto, Arie aus: Cleopatra e Cesare

Giovanni Legrenzi: Se tu sarai felice, Arie aus: Antioco il Grande

Antonio Lucio Vivaldi: Violinkonzert in D „Il grosso mogul“ RV 208

Alessandro Scarletti: Antonio, e qual destino – Vò goder senza contrasto, Rezitativ und Arie aus: Marc'Antonio e Cleopatra

Antonio Lucio Vivaldi: Violinkonzert in D „Il grosso mogul“ RV 208

Antonio Lucio Vivaldi: Squarciami pure il seno, Arie aus: Il Tigrane RV 740

Johann Adolf Hasse: Sinfonia, Aus: Serenata Marc'Antonio e Cleopatra

Johann Adolf Hasse: Quel candido armellino, Arie aus: Serenata Marc'Antonio e Cleopatra

Francesco Geminiani: La Follia, Aus: 12 concerti grossi nach Corellis Violin-Sonaten op. 5

Georg Friedrich Händel: Che sento, oh Dio! – Se pietà di me non senti, Rezitativ und Arie aus: Giulio Cesare in Egitto

Johann Adolf Hasse: Morte col fiero aspetto orror, Arie aus: Serenata Marc'Antonio e Cleopatra

Die Alexanderkirche wurde 1270 fertiggestellt und ist die einzige Basilika im Oldenburger Land. Der ca. 55 m hohe Turm grüßt schon von weitem, aus welcher Himmelsrichtung man sich auch nähern mag. Die Geschichte der Alexanderkirche ist reich an dramatischen Höhepunkten. Zur Zeit der Reformation und Gegenreformation wechselte siebenmal die Konfession. Auch der Innenraum wurde mehrfach verändert. Im Juli 2000 hat man sich entschlossen, die Jugendstilmalereien von 1907/1910 wieder freizulegen bzw. zu restaurieren. Der Chorraum und auch das Kirchenschiff erstrahlen in warmen Farben und sind Mittelpunkt und einladender Rahmen für Andacht, Stille, Gebet und Konzerte.