Lieblingsstücke: Avi Avital

Avi Avital (Mandoline)
So 23.09., 15.00 Uhr – 17.00 Uhr
Speicher am Kaufhauskanal
Blohmstrasse 22
21079 Hamburg
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€ 20 - 25
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Speicher am Kaufhauskanal GmbH

Es ist immer wieder beeindruckend, welche Vielfalt der Mandolinvirtuose Avi Avital seinem kleinen Instrument entlockt. In diesem Konzert knüpft er beziehungsreiche Fäden zwischen seiner eigenen Musikerlaufbahn und der Musikgeschichte, die er für sein Instrument durchforscht.

Aus längst vergangener Zeit und doch ganz gegenwärtig: Es erklingt die älteste Originalkomposition für Mandoline, die Partita für Mandoline solo, die der italienische Komponist Filippo Sauli Ende des 17. Jahrhunderts komponierte – und es wird das wohl jüngste Stück für das Instrument zu hören sein, das Avi Avital 2016 selbst in Auftrag gab: Die junge amerikanische Komponistin Molly Joyce (geboren 1992) schrieb für ihn „Replay für Mandoline solo und delay pedal“.

Avi Avital spannt den beziehungsreichen Bogen aber noch weiter, zum Beispiel zu Johann Sebastian Bach. Er ist Avitals musikalisches Zuhause, obwohl Bach nie etwas für Mandoline solo schrieb. Aber alle Werke für Violine solo hat Avital auf der Mandoline studiert, und so bilden die Werke ein Zentrum für ihn – auch in seinem Programm bei den Niedersächsischen Musiktagen.

Eine Begegnung mit dem japanischen Komponisten Yasuo Kuwahara (1946 – 2003) machte ihn mit dessen Werk für Mandoline solo bekannt: „Improvised Poem“ von 2001 wird er ebenfalls in diesem Konzert spielen. Dass Avi Avital auch selbst für sein wunderbares Instrument komponiert, verwundert nicht. Dennoch sind die Gelegenheiten selten, den Virtuosen mit eigenen Stücken zu hören. Bei den Niedersächsischen Musiktagen jedoch gelingt es: „Kedma für ungestimmte Mandoline“ als Zeichen der Freundschaft mit einem Amateurensemble in Wuppertal. 

Programminfomation als PDF

Programm

Johann Sebastian Bach: Sonate g-Moll, BWV 1001

Yasuo Kuwahara: "Improvised Poem" für Mandoline solo (2001)

Filippo Sauli: Partita für Mandoline solo

Molly Joyce: “Replay” für Mandoline und delay pedal (2017)

Avi Avital: Kedma für umgestimmte Mandoline

Johann Sebastian Bach: Partita Nr. 2 in d-Moll, BWV 1004

Der Speicher am Kaufhauskanal im Besitz der Familie Lengemann ist Hamburgs ältester Großspeicher. 1827 errichtet, ist der Fachwerkbau im Binnenhafen ein vorindustrielles Gebäude aus Holz und Backstein. Die als Weltkulturerbe ausgezeichnete, gründerzeitliche Speicherstadt ist 70 Jahre jünger. Heute wird der Speicher am Kaufhauskanal als Kulturspielstätte genutzt, mit spartenübergreifenden Angeboten von Kammermusik über Theater und Tanz bis zu Lesungen und politischen Diskussionen. Mit Events von der Familienfeier bis zum Innovation Summit sichert Kulturmanager Henry C. Brinker dem Speicher am Kaufhauskanal nachhaltig die wirtschaftliche Autarkie und Unabhängigkeit in der Programmgestaltung.