Raum und Klang

ChorWerk Ruhr, Osnabrücker Symphonieorchester, Sebastian Breuing (Klavier), Paul Hillier (Dirigent)
Mo 04.09., 19.00 Uhr
Dom zu Verden
Domstraße
27283 Verden
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€ 12 - 27

Hörprobe

Musik und Raum: Wo könnte das eindrucksvoller zu erleben sein als in einer ehrwürdigen Kirche? 2017 verwandeln die Niedersächsischen Musiktage den imposanten Dom zu Verden in einen einzigartigen Klangraum. Das gotische Bauwerk ist dafür ein idealer Ort. Freuen Sie sich auf ein großartiges Klangereignis, bei dem sich Musik von der Renaissance bis zur Gegenwart im Dom zu Verden entfaltet. Das ChorWerk Ruhr musiziert gemeinsam mit dem Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung des Dirigenten Paul Hillier.

Lassen Sie sich von großartiger Musik in einem beeindruckenden Bauwerk faszinieren: Bereits 814 entstand an der Stelle des heutigen Doms zu Verden eine Kirche, die 35 Jahre später Bischofssitz wurde. In verschiedenen Bauphasen erstand der Dom ab 1290 in gotischer Architektur, die noch heute seine Erscheinung prägt. Diese fast unvorstellbare Zeitspanne verleiht ihm eine besondere Raumwirkung, einen Atemhauch der Ewigkeit. Das ChorWerk Ruhr, ein Spitzenchor des Landes Nordrhein-Westfalen, und das Osnabrücker Symphonieorchester unter der Leitung von Paul Hillier gestalten dieses außergewöhnliche Konzert mit einer fein abgestimmten Klang-Dramaturgie an verschiedenen Stellen im Dom.

Paul Hillier, vielen als Gründer und Mitglied des legendären Hilliard Ensembles bekannt, dirigiert Werke von Thomas Tallis, William Byrd, Johann Sebastian Bach, Knut Nystedt, György Ligeti, Arvo Pärt und Peteris Vasks. Dieser große musikalische Bogen von der Renaissance bis ins 21. Jahrhundert tritt mit dem Bauwerk in einen spannenden Dialog: Musikalische und architektonische Zeiträume begegnen einander und schaffen ein unvergessliches Konzerterlebnis von Nähe und Ferne, Einzelstimmen und großem Zusammenklang.

Programminfomation als PDF

Programm

Arvo Pärt: Te Deum

Thomas Tallis: Spem in alium

Johann Sebastian Bach: Canon perpetuus

György Ligeti: Lux aeterna

Johann Sebastian Bach: Ricercar á 6

Peteris Vasks: Dona nobis

Die Ursprünge des Doms zu Verden gehen auf das 12. Jahrhundert zurück; der romanische Dombau fiel jedoch Ende des 13. Jahrhunderts einem Brand zum Opfer. Von ihm sind nur die unteren Geschosse des massiven Turms erhalten. Die erste Bauphase des gotischen Doms dauerte von 1290 bis 1323. In dieser Zeit entstanden der Hallen-Umgangschor, das Querhaus und das erste Langhausjoch. Von 1473 bis 1490 wurden die übrigen drei Langhausjoche angefügt. Bei einer Renovierung 1829 unter der Leitung des Baumeisters Leo Bergmann wurden Veränderungen der Renaissance und des Barock beseitigt und der Dom im romantischen Geist regotisiert.