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freiheit1. - 30. September 2012
 

Epochen des Aufbruchs – Moderne, der gelbe Klang: Schönberg und Kandinsky (Emden)

Das Szymanowski Quartett, die Sopranistinnen Marika Schönberg und Ania Wegrzyn und der Sprecher Peter Kaempfe bringen Musik von Arnold Schönberg und Anton Webern zur Aufführung, begleitet von Auszügen aus dem Briefwechsel Schönbergs mit dem Maler Wassily Kandinsky

Der Begriff Klassische Moderne bezeichnet die Vielfalt der heute noch als bahnbrechend angesehenen Stilrichtungen der Zeit. In der Malerei, in der Architektur, in der Literatur und in der Musik herrschte parallel eine ungeheure Aufbruchsstimmung. „Die Welt hat sich nach vorn bewegt, die Kunst muss es auch tun! Und die Musik soll nicht schmücken, sie soll wahr sein!“ schreibt der Komponist Arnold Schönberg, der Erfinder der Zwölftontechnik. Seine Musik bewegt sich nach vorn, wenn auch nicht immer von Applaus bedacht. Und Schönbergs Schüler, darunter Anton Webern, entwickeln die Technik ihres Lehrmeisters weiter. In der Gegenüberstellung ihrer Streichquartette wird dieser Prozess deutlich, unterstützt durch ausgewählte Stellen aus dem Briefwechsel von Arnold Schönberg mit dem Maler Wassily Kandinsky.

 
Das Szymanowski Quartett hat sich seit seiner Gründung 1995 zu einem der bedeutendsten Streichquartette der jungen Generation entwickelt, zahlreiche Preise und Engagements bei bedeutenden Festivals bestätigen diesen Anspruch. Die Sopranistin Ania Wegrzyn studierte Gesang bei Christiane Iven an der Musikhochschule Hannover und belegte zahlreiche Meisterkurse. Seit der Spielzeit 2006/2007 ist sie Ensemblemitglied an der Niedersächsischen Staatsoper Hannover. Marika Schönberg erhielt ihre Ausbildung an der Königlichen Musikakademie in Stockholm und ist seit der Spielzeit 2001/2002 Ensemblemitglied der Oper Leipzig. Der Schauspieler Peter Kaempfe war Mitglied der Bremer Shakespeare Company und gründete das 1991 das „Theater aus Bremen“. Er ist außerdem bekannt als Hörspiel- und Hörbuchstimme.
 
Das Thema der 22. Niedersächsischen Musiktage vom 6. September – 5. Oktober 2008 lautet „Aufbruch“. Das ist seit jeher ein Inbegriff des Zukünftigen. Wer aufbricht, macht sich auf den Weg; Aufbruch ist der Motor für Veränderung – auch in der Musik.
 
Es hat in der Musikgeschichte viele spannende Momente des Aufbruchs gegeben, in denen die Komponisten die Impulse ihrer Zeit in Noten umsetzten oder gar ihrer Zeit voraus waren. Die Niedersächsischen Musiktage gehen mit der Konzertreihe „Epochen des Aufbruchs“ auf eine Zeitreise und machen den Aufbruch hörbar, wie er zum Beispiel in Werken der Moderne klang.
 
Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit den Sparkassen in Niedersachsen und örtlichen Mitveranstaltern.
 
Auch in diesem Jahr wird der NDR die Niedersächsischen Musiktage als Medienpartner begleiten. Durch Berichte in NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Niedersachsen 19.30 das Magazin finden die Musiktage überregionale Verbreitung.
 
Karten und Informationen unter www.musiktage.de und unter 01805/627 837 (0,14 €/min).
 
 
 
Konzerttermin:
10.09.2008, Einlass ab 18.30 Uhr, Emden, Kunsthalle Emden, Hinter dem Rahmen 13
Veranstaltung beinhaltet:       19 Uhr Sektempfang
                                               19.15 Uhr Führung
                                               20.30 Uhr Konzertbeginn
 
Szymanowski Quartett, Marika Schönberg (Sopran), Peter Kaempfe (Sprecher)
 
 
Eintrittspreis:
25-30 Euro incl. Führung
 
 
Programm:
Webern: Langsamer Satz für Streichquartett
Webern: Bagatellen für Streichquartett
Lesung aus dem Briefwechsel Schönberg – Kandinsky
Schönberg: Streichquartett Nr.2 op.10