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freiheit1. - 30. September 2012
 

»Liebeslieder ohne Worte – Solo für acht Celli«

Zwischen »Carmen«und der »Dreigroschenoper«liegen Welten. Doch die Liebesgeschichten haben eines gemeinsam: unzählige Ohrwürmer, die selbst Musikmuffel mitsingen können. Bei den Niedersächsischen Musiktagen spielt sie die »Celli-Family«respektvoll aber bestimmt gegen den Strich auf acht Celli wird mancher Klassik-Hit zur Neuentdeckung.

1875 schrieb Georges Bizet seine großartige Oper »Carmen«. Es geht um Leidenschaft und Eifersucht. Um die schöne Zigeunerin Carmen und um ihre Liebe zu zwei grundverschiedenen Männern. Ein tragisch-tödliches Ende, das so mancher Liebesgeschichte erst zu Weltruhm verholfen hat, fehlt natürlich auch nicht.

Die »Dreigroschenoper« von Bert Brecht und Kurt Weill nimmt die großen Emotionen nicht ganz so bitterernst. Alles, was in der »Carmen« erhaben und dramatisch wirkt, bekommt bei Brecht/Weill komische Züge: Der Gelegenheitsganove Mackie Messer ist eigentlich ein Antiheld und seine Verehrerinnen sind nicht besonders gut erzogen die Geschichte gipfelt in einem handfesten Zickenkrieg. Und am Ende wird der böse Held auch noch begnadigt.

Bei den Niedersächsischen Musiktagen kann man die klassischen Ohrwürmer in der ausgefallenen Spielart der Celli-Family erleben. Die acht Cellisten der NDR Radiophilharmonie sind allesamt Virtuosen auf vier Saiten und obendrein geniale Arrangeure, die sämtliche Sparten der Musik für ihre ungewöhnliche Besetzung erschließen. Den Graben zwischen »U« und »E« überspringen sie mit Leichtigkeit. Kein Wunder, dass ihre Fangemeinde stetig wächst ein achtfaches Vergnügen für alle Cello-Fans!

Das schier unerschöpfliche Thema »Die Liebe«steht im Zentrum der 20. Niedersächsischen Musiktage. Vier Wochen lang begibt sich Niedersachsens größtes Musikfestival in 70 Konzerten auf die facettenreichen Spuren der Liebe – quer durch alle Epochen und Genres.

Karten und Informationen: www.musiktage.de und Hotline 0511/360 33 33.

Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen.

Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.

Konzerttermine:

14.09.2006, 20 Uhr, Klosterkirche St. Marien, Osterholz-Scharmbeck

15.09.2006, 20 Uhr, Kleines Haus, Delmenhorst


Programm :

Georges Bizet (1838–1875)

Suite aus »Carmen« (1873/74), Oper in vier Akten

. Ouvertüre

. Entr’acte (3. Akt)

. Arie »La fleur que tu m’avais jetée« (José, 2. Akt)

. Chanson bohème »Les tringles des sistres tintaient« (Carmen, 2. Akt)

Manuel de Falla (1876–1946)

Siete canciones populares españolas (1914/15)

. El paño moruno

. Seguidilla murciana

. Asturiana

. Jota

. Nana

. Canción

. Polo

Astor Piazzolla (1921–1992)

Tres piezas para orquesta de camara (1972), daraus :

. Preludio. Lento

. Fuga. Allegro

P A U S E

Kurt Weill (1900–1950)

Kleine Dreigroschenmusik (1928/29), daraus:

. Ouvertüre

. Moritat von Mackie Messer

. Pollys Lied

. Tango-Ballade

. Kanonen-Song

Außerdem Musik von Fritz Kreisler (1875–1962), Leonard Bernstein (1918–1990), Ennio Morricone (* 1928) und anderen.