15.07.2005
Friede in der Musik
Die internationale Spitzenformation Singer Pur bei den Niedersächsischen Musiktagen
»et in terra pax hominibus...« - so ist das Programm überschrieben, in dem Singer Pur Vokalmusik um Krieg und Frieden zusammen gestellt haben. Im Mittelpunkt des Konzertes von Singer Pur steht die musikalische Friedensbitte, die von Anbeginn an fester Bestandteil der europäischen Kunstmusik war. Während sie bis in die früheste Phase der abendländischen Musikkultur zurückreicht, erreichte der Krieg erst 1528 die Musik. Clement Jannequin begründete mit seinem Chanson La guerre (Der Krieg) eine neue Tradition der musikalischen Schlachtengemälde, der batailles, in denen kriegerisches Geschehen mit musikalischen Mitteln nachgezeichnet wird.
Musik aus fast sechshundert Jahren Musikgeschichte steht auf dem Programm, angefangen mit den Ecclesiae militantis von Guillaume Dufay aus dem Jahre 1431 bis zur Uraufführung des Stückes Die Nachricht von Enjott Schneider.
Singer Pur stellen diese Werke einander gegenüber, ergänzt durch Kompositionen von Orlando di Lasso, Ivan Moody, Heinrich Isaac, Knut Nystedt, Alexander Utendal, Mikis Theodorakis und anderen Komponisten von der Renaissance bis in unsere Zeit hinein.
»Krieg und Frieden« ist das Thema der 19. Niedersächsischen Musiktage - 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach wie vor hoch aktuell. Vier Wochen lang macht sich Niedersachsens größtes Musikfestival in über 70 Konzerten auf die Suche nach Krieg und Frieden in allen Epochen und Genres. Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen.
Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.