15.07.2005
Irlands Folk-Ikone und Friedenskämpferin
Moya Brennan bei den Niedersächsischen Musiktagen
Für zwei Jahrzehnte war sie die Stimme der berühmten irischen Folkgruppe Clannad, seit den frühen Neunzigern singt sie mit ihrer eigenen Band: Moya Brennan.
Wenn Moya Brennan Irisches aus alter und neuer Zeit singt, hat das für sie immer einen Bezug zur Gegenwart. Das beste Beispiel dafür ist ihr neues Album »Two Horizons«, in dem eine verzauberte Harfe von Irland auf eine Reise um die Welt geht. Dabei gelangt das Instrument bis nach Afrika und Amerika, kehrt dann aber zurück zu seinem Ursprungsort: nach Tara, auf den sagenumwobenen Hügel der Hohen Könige von Irland.
Moya Brennan versteht die Aufgabe ihrer Kunst genauso weltumspannend wie die Reise der Harfe, und ihre Arbeit geht über ein rein kulturelles Engagement weit hinaus. Seit einiger Zeit unterstützt die Sängerin und Harfenistin aktiv Hilfsorganisationen, die in Afrika Friedensdienste leisten. Für die Christliche Blindenmission war sie in Zentralafrika unterwegs, um dort bei der Finanzierung von Augenoperationen in von Bürgerkriegen gezeichneten Gebieten mitzuwirken.
Moya Brennan beweist, dass ihre Kultur nicht an den Küsten der grünen Insel endet. Auch wenn die Ursprünge mancher ihrer Lieder in kriegerische Zeiten des alten Irland zurückreichen, ist die Botschaft unmissverständlich: Musik ist auf Dauer nicht ohne Harmonie vorstellbar, gemeinsames Leben nicht ohne Frieden.
»Krieg und Frieden« ist das Thema der 19. Niedersächsischen Musiktage - 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach wie vor hoch aktuell. Vier Wochen lang macht sich Niedersachsens größtes Musikfestival in über 70 Konzerten auf die Suche nach Krieg und Frieden in allen Epochen und Genres. Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen.
Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.