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freiheit1. - 30. September 2012
 

15.07.2005

Nach dem Krieg
Das Hyperion Ensemble bei den Niedersächsischen Musiktagen

Was ist »Nach dem Krieg«? Endet ein Krieg wirklich mit Jubelfeiern? Vielleicht kurzzeitig, insbesondere wenn er gewonnen wurde, langfristig aber hinterlässt er immer verbrannte Erde und Menschen, die auf der Suche sind.

Das Hyperion Ensemble hat drei Werke ausgewählt, die eine Reaktion auf den Krieg sind: Sowohl Erwin Schulhoff als auch Carlo Gesualdo di Venosa und Richard Strauss wurden durch Kriege aus ihrem inneren Gleichgewicht geworfen. In verschiedenen Zeiten reagierten sie auf verschiedene Arten; gemeinsam ist Schulhoffs Streichsextett (1924), Gesualdos Responsorien (1611) und Strauss’ Metamorphosen (1945) die subjektive Verarbeitung persönlicher Katastrophen in der Musik.

Das Hyperion Ensemble verbindet diese Werke verschiedener Zeiten und verschiedener Charaktere, zwischen Renaissance, Romantik und Jazz so, dass sie einander in ihrer Verwandtschaft und Gegensätzlichkeit in ein neues Licht setzen. Zu erleben nur auf Niedersachsens größtem Musikfestival.

»Krieg und Frieden« ist das Thema der 19. Niedersächsischen Musiktage - 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach wie vor hoch aktuell. Vier Wochen lang macht sich Niedersachsens größtes Musikfestival in über 70 Konzerten auf die Suche nach Krieg und Frieden in allen Epochen und Genres. Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen.

Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.