15.07.2005
A la Battaglia - da pacem
Säbelrasseln und Kanonendonner auf historischen Instrumenten
»Battaglien« - barocke Schlachtengemälde - waren Hörbilder des 17. Jahrhunderts, Säbelrasseln und Kanonendonner auf historischen Instrumenten. Mit der Battaglia erhielt das Geräusch Einzug in die Musik, der Krieg trieb die Instrumententechnik voran.
Unter dem Titel A la Battaglia - Da pacem haben die camerata moderna und Dorothee Mields für die Niedersächsischen Musiktage ein Programm zusammengestellt, das auf unterhaltsame Weise die vielfältigen Aspekte von Krieg und Frieden in der Barockmusik beleuchtet.
Während die musikalische Friedensbitte schon mit der Gregorianik ihren Anfang nimmt, entstand erst zu Beginn des 16. Jahrhunderts die Tradition des musikalischen Schlachtengemäldes. In dem Maße, wie Krieg und Frieden den Lauf der Welt prägten, fanden beide Gattungen zahllose Ausformungen, in denen Komponisten aller Zeiten ihre persönlichen Sichtweisen zum Ausdruck brachten.
Neben Melchior Francks eindringlicher Friedensbitte aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges sind weitere Werke rund um das Thema Frieden zu hören, aber auch spektakuläre Kriegsszenarien wie Nicholas Derosiers bislang unveröffentlichte Fuitte du Roi d’angleterre, in der er die Flucht des Königs James II. aus England an den Hof Ludwigs XIV. schildert. Und auch die Liebe ist als Schlachtfeld nicht zu unterschätzen. Mehr dazu bei den Niedersächsischen Musiktagen...
»Krieg und Frieden« ist das Thema der 19. Niedersächsischen Musiktage - 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs nach wie vor hoch aktuell. Vier Wochen lang macht sich Niedersachsens größtes Musikfestival in über 70 Konzerten auf die Suche nach Krieg und Frieden in allen Epochen und Genres. Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen.
Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.