25.05.2004
„Heimat?!“ - Festival-Eröffnung in Osnabrück - Tschechisches Spitzenorchester spielt Auftakt der 18. Niedersächsischen Musiktage
In Anwesenheit des Ministerpräsidenten und zahlreicher Honoratioren aus dem ganzen Land eröffnen die Niedersächsischen Musiktage am 5. September in der Osnabrücker Stadthalle. Das Festival, das seit 18 Jahren von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung veranstaltet wird, beginnt damit zum ersten Mal in der Friedensstadt. Thema des diesjährigen Festivals ist „Heimat?!“.
Mit dem Tschechischen National-Sinfonieorchester konnten die Niedersächsischen Musiktage einen der besten Klangkörper Europas verpflichten. Das Orchester wurde 1993 als internationales Ensemble von den Stimmführern der drei Prager Orchester (Tschechische Philharmonie, Prager Symphoniker, Prager Radio-Sinfonieorchester) gegründet. Erster Chefdirigent wurde der ehemalige Chefdirigent der Tschechischen Philharmonie, Zdenek Kosler. In kurzer Zeit entwickelten sich Abonnement-Reihen, internationale Tourneen und über 40 (!) CD-Einspielungen, die bei verschiedenen Plattenlabels in Europa und Amerika veröffentlicht wurden.
Nach Zdenek Koslers Tod wurde Paul Freeman Chef des Orchesters. Der Amerikaner Freeman studierte in Rochester und in Berlin. Er war Preisträger beim Mitropoulos-Dirigentenwettbewerb, Chef des Kanadischen Sinfonieorchesters Victoria sowie der Rochester Opera in New York und er ist bis heute Leiter der Chicago Sinfonietta. Paul Freeman ist regelmäßiger Gast der philharmonischen Orchester von New York, Cleveland, Chicago, London, Moskau, St. Petersburg und Helsinki.
Was noch vor wenigen Jahren undenkbar gewesen wäre, ist heute Realität: Ein tschechisches Orchester mit einem amerikanischen Dirigenten und einem böhmisch-amerikanischen Programm. Für die Musiktage wird das Tschechische National-Sinfonieorchester drei Mal auf Heimatsuche gehen: Bedrich Smetana ist der Vater des Vaterlands: Seine Moldau ist die erste große Heimatmusik der Tschechen. Coplands Appalachian Spring ist der US-amerikanische Gegenentwurf dazu und Dvořáks „Neue Welt“ in Wirklichkeit die Sehnsucht nach dem Alten Europa. So begegnen sich schon im ersten von über 70 Konzerten Heimatstolz, Heimatliebe und Heimweh auf der Osnabrücker Bühne.
Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung aller niedersächsischen Sparkassen. Das Eröffnungskonzert findet dank des großen organisatorischen und finanziellen Engagements der Sparkasse Osnabrück statt.
Karten und Informationen: www.musiktage.de und Hotline 0511/360 33 33.
Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner über die Niedersächsischen Musiktage in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.
Konzerttermin:
Sonntag, 05.09.2004, 17.00 Uhr, Stadthalle, Osnabrück
Programm:
Bedrich Smetana: Die Moldau
Aaron Copland: Appalachian Spring
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 9 (Aus der Neuen Welt)