15.09.2004
Besucherrekord bereits zur Halbzeit - Niedersächsische Musiktage zum Thema „Heimat?!“ treffen den Nerv der Zeit
Der Intendant der 18. Niedersächsischen Musiktage, Michael Becker, kann sich bereits zur Halbzeit freuen: “Von der kleinsten Spielstätte, die gerade 80 Besucher fasst, bis zur größten mit Platz für 1.400 Gäste bewegt sich die durchschnittliche Auslastung der Konzerte bisher bei fast 90 Prozent”, so Becker am Donnerstag in Hannover. „Damit liegen sowohl die Auslastung als auch die absolute Besucherzahl bis zu diesem Zeitpunkt über dem Vorjahresstand.“
Wenn am 3. Oktober das „Finale in Herrenhausen“ in Hannover den Abschluss der Musiktage bildet, war für vier Wochen das ganze Land mit Klängen der Musiktage erfüllt. Von Cuxhaven bis Hann. Münden, von Papenburg bis Barnstedt haben 72 Konzerte zum Thema Heimat?! Antworten gegeben, wie Heimat klingen kann. Und Michael Becker kann entspannt sein 10-jähriges Jubiläum als künstlerischer Leiter des größten Musikfestivals des Landes feiern.
Doch zuvor ist eines der Highlights am 19. September in Melle zu erleben: Der besondere Reiz dieses Konzerts liegt in der Einbettung des Programms in den ungewöhnlichen Raum der Meller Matthäuskirche: Aus dem historischen Kirchenbau werden gregorianische Choräle zum Publikum in den Neubau herüber klingen. Danach werden im neuen Teil der Kirche Debussys impressionistische „Trois Nocturnes“ gespielt. Mit dem Duruflé-Requiem kann das Publikum anschließend eines der wenigen Meisterwerke der Verbindung von Gregorianik und Impressionismus erleben - mit über 150 Mitwirkenden auf der Bühne! „Eine stimmigere Verbindung von Raum und Klang gibt es nicht“, verspricht Intendant Becker. „wenn Duruflé der Gregorianik eine neue Heimat gibt.“
Mit Christiane Iven, Shigeo Ishino, dem NDR Chor, der NDR Radiophilharmonie, dem Mädchenchor Hannover, und dem schwedischen Dirgenten Gustaf Sjökvist hat die Niedersächsische Sparkassenstiftung auch für dieses Konzert ein Großaufgebot erstklassiger Künstler verpflichtet.