13.07.2004
Eine türkische Pop-Legende: Mogollar bei den Musiktagen - Einziger Deutschland-Auftritt der Kultband.
„Heimat?!“ ist das Thema der 18. Niedersächsischen Musiktage. Ein vielschichtiger Begriff, der heute wieder zunehmend Relevanz erhält. Internationale Solisten und Ensembles vom Tschechischen National-Sinfonieorchester bis zu Viktor Lazlo präsentieren in über 70 Konzerten ihre Heimat-Sicht. Von Smetanas „Moldau“ bis zum Türk-Rock reicht die Bandbreite des größten Festivals für Niedersachsen. Die Niedersächsischen Musiktage werden veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Kulturstiftung der niedersächsischen Sparkassen. Beim „Finale in Herrenhausen“ mit dabei: Mogollar, eine der bedeutendsten und ältesten Rockbands des vorderen Orients.
Anadolu-Pop ist die intelligenteste Verbindung von archaischer Folklore und modernem Sound. Fremd, aber eingängig, hit-tauglich, aber nicht billig und eine Liebeserklärung an ein Land, in dem „Heimat“ so vielschichtig ist wie in Deutschland
Mogollar sind die Rolling Stones der Türkei. Seit 36 Jahren zählen sie zu den Spitzenbands ihres Landes. Im Fluss des Sophisticated Rock á la Tangerine Dream oder Pink Floyd wurden die vier Herren bald international bekannt. In Frankreich hatten sie Verträge mit CBS und RCA. Nach 14 Jahren Solotätigkeit fanden sich Cahit Berkay, Engin Yörükoglu, Taner Öngür wieder: Gemeinsam mit dem jungen Serhat Ersöz ist Mogollar heute keine Revivalband. Anadolu-Pop ist im 21. Jahrhundert angekommen und Jazzrock, Funk und Dancefloor haben ihre Spuren hinterlassen.
"...was wir beweisen wollen ist, dass die Seele unserer Volksmusik vielseitig ist. Und dass die Dynamik unserer Volksmusik der von Popmusik ähnlich ist....unsere unterentwickelte Popmusik soll mit modernster Technik und unserer reichen Volksmusik ihre Persönlichkeit finden.“ Mogollar
Mogollar erhielten für ihre Plattenproduktionen die "Académie Charles Cross" und sind damit in der guten Gesellschaft von Maurice Duruflé, Pink Floyd, Montserrat Figueras und dem Organisten Lionel Rogg.
Karten und Informationen: www.musiktage.de und Hotline 0511/360 33 33.
Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner über die Niedersächsischen Musiktage in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten.
Konzerttermin:
Samstag, 02.10.2004, 20.00 Uhr, Orangerie Herrenhausen, Hannover
Programm:
Archaische Folklore und moderner Sound mit den Erfindern des Türk-Rock