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freiheit1. - 30. September 2012
 

26.06.2003

Genial und verarmt - Musik des Bach-Sohns Wilhelm Friedemann

Die Niedersächsischen Musiktage sind das größte Musikfestival des Landes. Auf Einladung der Niedersächsischen Sparkassenstiftung präsentieren sich in 76 Konzerten vier Wochen lang internationale Musiker. Stars wie Yaara Tal und Andreas Groethuysen, Matthias Eisenberg, John Axelrod und Intermezzo bieten ein Ausnahmeprogramm zum diesjährigen Festivalthema: "Kinder!".

Er ist ein Goldgräber: Ludger Rémy, Cembalo-Professor an der Dresdner Musikhochschule, zählt zu Deutschlands besten Interpreten, und er ist bekannt für klug gestaltete und amüsant moderierte Konzerte. Und immer wieder präsentiert der gebürtige Rheinländer einem staunenden Publikum Ergebnisse seiner musikalischen Entdeckungstouren. Um die Musik von Carl Philipp Emanuel Bach aufführen zu können, hat er extra ein Orchester gegründet. Für dessen Bruder Wilhelm Friedemann gibt er auf dem Festival einen Solo-Abend.

"Vom Alten Bach zu neuen Ufern" nennt Rémy sein Konzert um den erstgeborenen Bach-Sohn. Er erzählt die Geschichte eines Jungen, der langsam aus dem Schatten seines Vaters heraustritt und zu einem musikalischen Genie wird. Gleichzeitig ist es die Geschichte eines gestrandeten Hochbegabten - Wilhelm Friedemann Bach starb als einziger Bach-Sohn mittellos und unbeachtet.

Ludger Rémy spielt Werke aus dem "Clavier-Büchlein für Wilhelm Friedemann Bach", das der alte Bach seinem Kind gewidmet hat, und Werke des erwachsenen Komponisten, der mit der Barockwelt des Vaters nichts mehr zu tun haben wollte. Eine erstaunlich moderne Geschichte.

Karten und Informationen unter www.musiktage.de und unter der Hotline 0511/3603-333.

Auch in diesem Jahr wird der NDR als Medienpartner der Niedersächsischen Musiktage über das Festival in den Programmen NDR Kultur, NDR 1 Niedersachsen und Hallo Niedersachsen berichten. Weiterhin kann die bewährte Arbeit mit dem Landesverband niedersächsischer Musikschulen fortgeführt werden.

Konzerttermin:

26. September, 20.00 Uhr, Alfeld, Ausstellungszentrum Fagus-Werk