Achtung: Sie nutzen eine ältere Version des Internet Explorers, welche von dieser Internetseite nicht mehr unterstützt wird. Für eine korrekte Seitendarstellung empfehlen wir Ihnen, Ihren Browser zu aktualisieren.

freiheit1. - 30. September 2012
 

Romantik pur: das Trio Jean Paul bei den 16. Niedersächsischen Musiktagen

Die Niedersächsischen Musiktage sind das größte Musikfestival des Landes. Als Veranstalter der 70 Konzerte vom 1. bis 29. September präsentieren die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkassen des Landes internationale Musiker von höchstem Rang. In den Konzertsälen, Kirchen, Theatern, Scheunen und Schlössern Niedersachsens treten Stars wie Dominique Horwitz und Gilles Apap oder der Jazz-Kultpianist Uri Caine auf. Besonderheit des Festivals ist das jährliche Thema: »Vorbilder und Nachklänge« stehen 2002 im Mittelpunkt. Auch bei den Konzerten in Salzgitter und Papenburg mit dem Trio Jean Paul, einem Ensemble der Weltklasse.

Zwei Professoren und ein Berliner Philharmoniker, Preisträger der wichtigsten Wettbewerbe: Das Trio Jean Paul ist schon nach der Papierform eine der besten Kammermusikformationen Deutschlands. Doch auch live, im Konzertsaal, sind die drei Musiker eine Klasse für sich. Zu instrumentaler Perfektion kommt bei den »Jean Pauls« noch die Neugierde, mit der sie immer wieder ausgesuchte, überraschende und spannende Programme präsentieren. Für die Konzerte in Salzgitter und Papenburg im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage hat das Klaviertrio drei Werke ausgesucht, deren Komponisten auf den ersten Blick nicht viel miteinander zu tun haben: Haydn, Brahms und Schönberg. Klassik, Romantik und Moderne? Von wegen!

Arnold Schönberg gilt als einer der Gründerväter der modernen Musik, aber auch er hat – getreu dem Thema der Niedersächsischen Musiktage »Vorbilder und Nachklänge“ – seine Wurzeln in der Welt von Dur und Moll: Sein Streichsextett »Verklärte Nacht« gilt als eines der ausdrucksstärksten und romantischsten Werke Schönbergs. Das Trio Jean Paul spielt dieses Meisterstück in einer Klaviertriofassung, die vielleicht noch deutlicher macht, wo Schönbergs Wurzeln liegen. Die Nähe zu Brahms wird hier so deutlich wie selten. Und dann noch Haydn: Der große Lehrer der Klassik, der Vater von Sinfonie, Streichquartett und Klaviersonate, romantisch? Sein Klaviertrio Nr. 26 steht zumindest in einer Tonart, die eigentlich für die Romantik reserviert scheint: fis-Moll, das ist Schumann, Brahms und später Beethoven. Und so rücken in einem Konzert drei Komponisten, deren Lebensdaten über zweihundert Jahre umfassen, in einem gemeinsamen Punkt dicht zusammen: Romantik pur.

Mehr Informationen gibt es unter www.musiktage.de, bei der Musiktage- Hotline 0511/360 3333 oder bei Ihrer Sparkasse.

Konzerttermine:
06. September, 20 Uhr, Salzgitter, Kulturscheune
08. September, 19.30 Uhr, Papenburg, Forum Alte Werft