Der Mozart-Messias?: Die 16. Niedersächsischen Musiktage eröffnen am 1. September in Bassum
Die Niedersächsischen Musiktage sind das größte Musikfestival des Landes. Als Veranstalter der 70 Konzerte vom 1. bis 29. September präsentieren die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die Sparkassen des Landes internationale Musiker von höchstem Rang. In den Konzertsälen, Kirchen, Theatern, Scheunen und Schlössern Niedersachsens treten Stars wie Dominique Horwitz und Gilles Apap oder der Jazz-Kultpianist Uri Caine auf. Besonderheit des Festivals ist das jährliche Thema: »Vorbilder und Nachklänge« stehen 2002 im Mittelpunkt. Die Ehre der Festivaleröffnung hat die Bassumer Stiftskirche mit dem Mozart-»Messias«.
Sie waren schon einmal da: Hermann Max und seine Rheinische Kantorei. Vor drei Jahren gaben sie in der Stiftskirche zu Bassum ein phänomenales Konzert – bei den Niedersächsischen Musiktagen. Nun kommen die Rheinländer wieder – mit vier erlesenen Solisten und ihrem Orchester, dem »Kleinen Konzert«. Wieder zu den Musiktagen, aber dieses Konzert hat doch eine ganz andere Bedeutung: Die Niedersächsische Sparkassenstiftung hat gemeinsam mit der Kreissparkasse Syke die Stiftskirche Bassum für die festliche Eröffnung des landesweit größten Musikfestivals ausgesucht.
Das Eröffnungsstück ist ein »Straßenfeger«, und doch macht es dem Festival, dessen Name für besonders spannende Programme steht, alle Ehre. Denn nicht der Händel-Messias ist zu hören, sondern die Fassung von Wolfgang Amadeus Mozart. Der Österreicher hat das barocke Mammutwerk im Geschmack seiner Zeit bearbeitet, gekürzt, umgebaut, Stimmen verlegt. Wer den Messias kennt, wird ihn wieder erkennen, aber er wird auch die Veränderungen bemerken Bass-Arien, die vom Sopran gesungen werden, Instrumente im Orchester, die zu Händels Zeiten noch nicht gespielt wurden. Mit dem Mozart-Messias setzen die Niedersächsischen Musiktage ihr Publikum auf die Fährte von »Vorbilder und Nachklänge«, einem Thema, das sich in jedem der landesweit 70 Konzerte wieder findet.
Das Solistenquartett ist ein Glücksgriff für dieses Oratorium: Julia Rempe vom Münchner Prinzregententheater, die Wahlleipzigerin Silvia Hablowetz, der exzellente Mozart-Tenor Andreas Karasiak und Raimund Nolte (Bass) versprechen gemeinsam mit Orchester und Chor unter Hermann Max ein musikalisches Erlebnis höchster Klasse.
Konzerttermin:
1. September, 17 Uhr, Bassum, Stiftskirche Bassum
Mehr Informationen gibt es unter www.musiktage.de, bei der Musiktage- Hotline 0511/360 3333 oder bei Ihrer Sparkasse.