Weltstar ohne Starallüren Sabine Meyer geht aufs Land
Sie gilt spätestens seit der »Karajan-Geschichte« als Weltstar mit Klarinette. Damals - 1983 -wurde Sabine Meyer als 23-jährige vom Dirigenten-Mythos für »seine« Berliner Philharmoniker verpflichtet. Das Orchester sperrte sich gegen Frau Meyer, und diese bedankte sich auf ihre Weise: Sie wurde zur international gefragtesten Musikerin ihres Instruments, erhielt Ehrungen, Preise und Konzertauftritte mit allen großen Orchestern der Welt. Bei allen Konzessionen an das Leben als Star hat die zweifache Mutter nie den Bodenkontakt verloren. Sie kümmert sich gemeinsam mit Ehemann Reiner Wehle intensiv um ihre Studenten an der Lübecker Musikhochschule, sie pflegt die Kontakte aus alten hannoverschen Zeiten und spielt regelmäßig in der St. Osdag-Kirche Mandelsloh. Sabine Meyer definiert sich nicht über große Säle und Musikmetropolen.
Bei den Niedersächsischen Musiktagen tritt die Wahl-Lübeckerin in Bückeburg, Bucholz/Nordheide und Delmenhorst auf. Gemeinsam mit Tabea Zimmermann und Hartmut Höll, mit denen sie seit über zehn Jahren außergewöhnliche Programme bietet, spielt sie eine wahre Märchenstunde zum Festivalthema »MärchenErzählungen«. Musik von Schumann, Kurtág und Reinecke führt die Besucher zum Eröffnungskonzert auf Schloss Bückeburg ins Herz der Musiktage 2001.
Konzerttermine:
2. September 2001, 17 Uhr in Bückeburg, Schloss
3. September 2001, 20 Uhr in Buchholz, Empore
4. September 2001, 20 Uhr in Delmenhorst, Kleines Haus