und das Beste von Morgen...
Sieben lebende Komponisten live in Herrenhausen
Mit der »Neuen Musik in Herrenhausen« gehen die 15. Niedersächsischen Musiktage nach gutem Brauch in der Orangerie Herrenhausen zu Ende. Das Festival, das in den vergangenen vier Wochen mit 72 Konzerten an 65 Orten zum Thema »MärchenErzählungen« stattfand, wird veranstaltet von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung in Zusammenarbeit mit den Sparkassen Niedersachsens.
Die »Neue Musik in Herrenhausen« wird großzügig von der Stadtsparkasse Hannover unterstützt, ohne diese Unterstützung wäre die »Neue Musik« in dieser Form nicht möglich.
Uraufführungen stehen im Mittelpunkt der »Neuen Musik in
Herrenhausen«. Sie folgen dem Festivalthema dieses Jahres:
»MärchenErzählungen«. Und der besondere Leckerbissen: Alle
Komponisten, deren Werke uraufgeführt werden, sind anwesend:
Christian Jost, Alexandros Droseltis, Nils Günther, Tom Rojo Poller,
Ulrich Pollman, Asmus Trautsch und Erwin Koch-Raphael.
Begegnungen: Straw inskys »Geschichte vom Soldaten« und Christian Josts
» Death knocks«
Das Wochenende der Neuen Musik in der Orangerie beginnt am Samstag,
29. September, 20 Uhr mit Igor Strawinskys »Geschichte vom Soldaten«
(nach einem Schweizer Märchen) und der Uraufführung von Christian
Josts »Death knocks«. Diese Kammeroper wird das erste klassische
musikalische Bühnenwerk, zu dem Woody Allen das Libretto beigesteuert
hat. Die Besetzung ist hochkarätig: Lutz Lansemann, Stella Doufexis und
Sebastian Noack werden vom Linos Ensemble begleitet.
Für Kinder: Alice im Wunderland
Am Sonntagnachmittag, 30. September um 15 und 16 Uhr, werden Kinder
im Grundschulalter mit fünf Uraufführungen zu »Alice im Wunderland«
versorgt. Die Kompositionsklasse Walter Zimmermann (Berlin) hat im
Auftrag der Niedersächsischen Sparkassenstiftung fünf Klaviertrios zu
einzelnen Passagen der Erzählung geschrieben. Die zwei halbstündigen
Konzerte für Kinder sollen keine musikalische Schnupperveranstaltung
werden: »Kinder haben keine Scheu vor neuer Musik. Sie werden oft erst
von ihr wegsozialisiert«, sagt Michael Becker, der mit dem Festival auch
das Herrenhäuser Programm verantwortet. Mit dem Zürcher Klaviertrio
hat sich eines der international erfolgreichsten jungen Kam-mermusikensembles
der Kinderkonzerte angenommen.
Zum Abschluss: Neo/Barock
Am Sonntag, 30. September, 19 Uhr, erklingen unter dem Titel
»Neo/Barock« neue und alte Musiken zum Thema
»MärchenErzählungen«. Fancies, Masques und ihre neuzeitlichen
Geschwister werden gespielt von The Hanover Fancy und dem Ensemble
Musica Viva Hannover unter Martin Brauß. Der Weltklassegeiger Thomas
Zehetmair musste die Uraufführung von Erwin Koch-Raphaels
Violinkonzert wegen einer schweren Grippe absagen. Anstelle dieser
Uraufführung wird die Composition No. 53 von Koch-Raphael gegeben.
Die Aufführung des Vivaldi-Konzerts »La Tempesta di Mare« übernimmt
der britische Spitzengeiger Pavlo Beznosiuk.
Ein Ausblick:
Die 16. Niedersächsischen Musiktage beginnen am 1. September 2002.
Das Thema lautet »Vorbilder Nachklänge.« Die Eröffnung in der
Stiftskirche in Bassum gestalten: Concerto Köln und der RIAS-Kammerchor
unter der Leitung von Marcus Creed. Auf dem Programm
steht der Messias von Georg Friedrich Händel in der Bearbeitung von
Wolfgang Amadeus Mozart.